

Fuentes Guerra
Hacienda Capellanía
Eine Familie, die seit Jahren für mehr als 25 Tequila-Marken in aller Welt brennt und jetzt ihren eigenen Tequila abfüllt.
Seit 2003 auf rund 1.900 Metern im Hochland von Jalisco, in vierter Generation in Familienhand. Gepflanzt wird nach dem Mondkalender, geerntet erst nach acht Jahren. Lange hat die Familie ihren Tequila für andere Marken gebrannt. Fuentes Guerra ist ihr eigener.

Die Geschichte
Die Hacienda Capellanía liegt bei San José de Gracia in der Gemeinde Tepatitlán de Morelos, mitten in Los Altos de Jalisco. Die Region ist das Goldene Dreieck der blauen Agave: rote, mineralreiche Erde und Höhe, die der Agave Süße und Frucht gibt. Auf dieser roten Erde wurde im Cristero-Krieg der 1920er-Jahre schwer gekämpft. Am 11. September 2003 hat die vierte Generation einer Familie von Agavenbauern hier ihre Brennerei gegründet.
Die Agaven wachsen auf eigenem Land, gepflanzt nach dem Mondkalender und in fester Ausrichtung, geerntet erst nach acht Jahren. Jedes Jahr kommen rund 70 Hektar neu dazu, bei der Agave ist das Haus auf niemanden angewiesen. Das Wasser kommt aus tiefen Brunnen direkt an der Destillerie. Vom Feld bis zur Flasche bleibt alles in derselben Gegend, der Region Altos Sur.
Lange hat die Familie für andere gebrannt, heute für mehr als 25 Marken, getrunken in Ländern wie den USA, Japan, Dänemark, Indien und Australien. Viele Tequila-Trinker hatten schon etwas von hier im Glas, ohne es zu wissen. Mit Fuentes Guerra füllt sie ihren eigenen Tequila ab.
Der Name ist von einer historischen Persönlichkeit mestizischer Herkunft inspiriert, die ihrem Erbe aus Arbeit und Ehrlichkeit treu blieb. Das Filigran auf der Flasche greift das auf: Es verbindet europäischen Barock mit indigener Formensprache.
„La calidad sobre la cantidad, siempre.“Wissenswertes
- Die Brennerei füllt für mehr als 25 Marken ab, von den USA bis Japan. Ihren eigenen Namen trägt nur Fuentes Guerra.
- Gepflanzt wird nach dem Mondkalender, wie bei manchen Winzern.
- Agaven aus dem Hochland von Jalisco gelten als fruchtiger und süßer als die aus dem Tal.
- Die Abfüllung schafft 100 Flaschen pro Minute. Die Etiketten kommen trotzdem von Hand auf die Flasche.
Das Handwerk
Gegart wird mehr als zehn Stunden mit Dampf und Druck im Autoklav aus Edelstahl. Das betont die frische Agave statt Rauch. Eine Mühle presst den Saft in vier Stufen aus, mit Wasser aus dem eigenen Tiefbrunnen. Vergoren wird sechs Tage offen in Edelstahltanks, mit Hefen aus der Region, die der Brennmeister selbst vermehrt. Gebrannt wird zweimal in Brennblasen aus Edelstahl mit Kupferschlange, auf 55 % vol. Danach reift der Reposado in amerikanischer, der Añejo in französischer Eiche. Abgefüllt werden bis zu 100 Flaschen pro Minute, etikettiert wird von Hand.
Vom Feld in die Flasche
- AnbauEigenes Land auf rund 1.900 m, rote mineralreiche Erde, gepflanzt nach dem Mondkalender. Jedes Jahr kommen rund 70 Hektar dazu.

- ErnteNach acht Jahren werden die Agaven von Hand geerntet.

- GarungÜber zehn Stunden mit Dampf und Druck im Autoklav aus Edelstahl.

- MahlungIn vier Stufen gemahlen und ausgepresst, mit Wasser aus dem eigenen Tiefbrunnen.
- FermentationSechs Tage offen in Edelstahltanks, mit Hefen aus der Region, die der Brennmeister selbst vermehrt.

- DestillationZweimal in Brennblasen aus Edelstahl mit Kupferschlange, auf 55 % vol.

- ReifungReposado mindestens sieben Monate in amerikanischer, Añejo mindestens achtzehn Monate in französischer Eiche.







